Dr. Herbert GMOSER (RG 1965), Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik

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Dr. Herbert GMOSER (RG 1965), Leiter der Wettervorhersage an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien (http://www.zamg.ac.at) ist mit einer Biologin verheiratet, Vater eines Sohnes, wohnhaft in Klosterneuburg.

Nach der Matura studierte er Meteorologie und Physik an der Universität Wien, Doktorat in Meteorologie, bei den Universitätsprofessoren Ferdinand Steinhauser und Heinz Reuter.

Seit 1979 ist er in der Wettervorhersage an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien tätig und seit 1996 Leiter der Wettervorhersage an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien.

Hand in Hand mit seinem Berufsbild als Meteorologe gehen die Ziele in der Umsetzung der modernen Wettervorhersage. Dies bedeutet insbesondere eine Anwendung der Forschungsergebnisse im praktischen Vorhersagebetrieb. Im Vordergrund stehen heute: eine objektive Interpretation der vorausberechneten physikalischen Wetterzustände und deren richtige Umsetzung in eine für die Allgemeinheit verständliche Sprache. Die heutige Wettervorhersage unterscheidet sich grundlegend von der vor 30 Jahren, als erste praktische Rechenergebnisse der Wettervorhersage zur Verfügung standen. Musste man damals noch von einer subjektiven Diagnose ausgehend die Wettervorhersage formulieren, ist heute eine objektive Diagnose Basis der Ausgangssituation.

Daran schließt sich die Vorhersage der künftigen physikalischen Situation des Wetters, die es in der Folge gilt, objektiv zu einer Vorhersage auszuformulieren. Nicht vergessen werden darf in diesem Zusammenhang die Auswertung der Satellitendaten, die erfolgreich dazu beitragen, die Vorstellung der Wetterabläufe in konzeptionellen Modellen zu festigen. Der Beitrag der Satelliten ist zur Objektivierung der Vorgänge in der Atmosphäre und deren Beurteilung für die Wettervorhersage wesentlich geworden. Alle Errungenschaften der modernen Wettervorhersage gilt es, bedarfsorientiert umzusetzen.  

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An seine Zeit in Strebersdorf erinnert er sich: Im Schuljahr 1957/58 begannen in Strebersdorf, im Pensionat St. Josef, 56 Zöglinge in der 1. Klasse Realgymnasium. Neben den schulischen Zielen lag ein Schwerpunkt in der sportlichen Ertüchtigung. Wenn es die Jahreszeit und das Wetter zuließen, war nach dem Mittagessen eine Strecke von knapp über einem Kilometer zu Fuß zurückzulegen, um in die sogenannte „Au“ zu gelangen. „Wie es der Zeit entsprach, legten wir geschlossen in Reih' und Glied unter 'präfektoraler' Aufsicht beide Wegstrecken zurück. War ein Begehen der „Au“ nicht möglich, wurde wir mit ausgedehnten Spaziergängen durch die Strebersdorfer Umgebung geleitet.“

Eine Art Kopernikanische Wende kam mit dem Präfekten Br. Bruno in der 7 Klasse: „Wir mussten nicht mehr als Klasse geschlossen durch die 'Prärie' wandern. Wir durften erstmals in Gruppen von 3 Zöglingen die Umgebung ergründen. Wir hatten ein Radio in der Klasse. Ein einfacher Plattenspieler in einer Holzkassette dazu machte es möglich, die ersten Platten der Beatles zu spielen. Aus unserer Klasse ging eine Band hervor. Die Proben der Band wurden von der hohen Obrigkeit eher mehr geduldet als gestattet. Eine Besonderheit war mit dem Auftritt dieser Band bei einer der Akademien im großen Speisesaal verbunden. Neben dem Hausorchester und weiteren Gesangsdarbietungen durfte auch diese Band auftreten.“
Eine große Revolution unter Br. Bruno war der Tanzkurs: „Wir wissen nicht, was intern hinter den Kulissen alles gelaufen ist. Fest steht, die gesamte 7. RG fuhr 1964 wöchentlich zum Tanzkurs zum Gambrinus auf der Prager Straße. Die Mädchen kamen von der Jungschargruppe der Pfarre Kagran.“

Die schulischen Leistungen der RG-1965 lagen weit über dem Durchschnitt. In der Maturaklasse konnten noch 25 zum Matura-Abschluss die weiße Fahne hissen.